Anette Röttger eröffnet Habbe-Ausstellung mit Bildern aus 40 Jahren querfeldein in den Räumen der CDU-Landtagsfraktion im Landeshaus 

H. Dietrich Habbe ist Schleswig-Holsteiner durch und durch. Seit über 40 Jahren ist er mit seiner Fotoausrüstung querfeldein im Land unterwegs auf dem Acker, im Wald oder am Wasser. Mit seinen Fotos hat sich Dietrich Habbe vom Fotografen zum Fotokünstler entwickelt. Sein Fotokalender „Ländlicher Zauber“ wird alljährlich im Rahmen der NORLA präsentiert und ist seit vielen Jahren begehrt. Mit über 40 Jahren Titelfotographie für das Bauernblatt blickt Dietrich Habbe auf ein bebildertes Berufsleben zurück. Er ist auch heute noch voller Tatendrang und täglich im Land unterwegs, obwohl er mit inzwischen über 70 Lebensjahren seinen offiziellen Ruhestand bereits angetreten hat.

Nun stellt Habbe seine Bilder im Landeshaus aus. Die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Anette Röttger, konnte ihn für diese Ausstellung in den Räumen der CDU-Landtagsfraktion des Landeshauses in Kiel gewinnen und präsentierte den Künstler im Rahmen der Vernissage am 25.10.2018 im Landeshaus. Der Fraktionsvorsitzende Tobias Koch setzte sich bei dieser Gelegenheit unter viel Beifall dafür ein, dass ein dreiteiliges Wandbild für den Fraktionssitzungssaal käuflich erworben wurde.

Dietrich Habbe, Jahrgang 1947, wuchs auf einem Bauernhof im Kreis Steinburg auf und sollte eigentlich Landwirt werden. Aber verschiedene Wendungen in seinem Leben machten aus ihm einen unverwechselbaren Fotografen, der den Blick auf die Landwirtschaft nie aus den Augen verlor. Sein Beruf wurde ihm zur Passion und für so manche Perspektive begab er sich mit seiner Fotoausrüstung in waghalsige Positionen, um sein Bild einzufangen.

Wer sich mit Habbes Bildern befasst, findet beides: die Veränderungen unseres Lebens in den vergangenen 40 Jahren mit seinen Erinnerungen an den Schneewinter, die Grenzöffnung oder die Frau mit den Lockenwicklern im Haar, die die frische Milch durch ein Sieb gießt. Der Betrachter entdeckt aber auch die technischen Entwicklungen in der Fotographie. „Imaginäre Landschaften“ nennt der Künstler seine Motive und so manches Ausstellungsstück ist eine sogenannte Lichtmalerei. Der Fotokünstler hat einen hohen persönlichen Anspruch an sich selbst und hat diesen im Verlauf seiner Fotoerfahrung immer weiter perfektioniert. „Mal sehe ich das Bild, mal warte ich ganz lange darauf und komme immer wieder an den gleichen Ort“, so beschreibt es Habbe. „Das Licht ist jeden Tag ein anderes“, fügt er hinzu, „und deswegen ist jedes Bild einzigartig und bleibt ein Unikat.“ 

„Die Ausstellung richtet unseren Blick auf die Schönheiten unserer Kulturlandschaft ohne die täglichen Herausforderungen des Wetters zu unterschlagen. Das rührt uns emotional an. Habbe zeigt nicht nur unberührte Natur. Er nimmt die Menschen mit, die hier leben und arbeiten, das Feld bestellen und ihre Tiere halten. Der Künstler sorgt dafür, dass wir uns den Blick auf das Gute in unserem Leben bewahren“, so die kulturpolitische Sprecherin Anette Röttger. „Habbe bleibt ehrlich und echt. Er hat sich die Bodenhaftung bewahrt und ist auch ein Handwerker geblieben. Er selbst bereitet jedes Bild zuhause vor, druckt und rahmt es.“ „Das Studio gleicht einem Süßwarenladen für die Augen, kommentierte mal eine Besucherin“, ergänzt Diedrich Habbe lächelnd.

Zur Vernissage im Landeshaus kamen am vergangenen Donnerstag, den 24.10.2018, über 100 interessierte Gäste. Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Januar im Landeshaus zu sehen. 

Nach oben