Auf die Qualität kommt es an

Schlewig-Holstein soll Vorreiter bei Inklusion bleiben

Anette Röttger, Bildungspolitikerin der CDU-Landtagsfraktion, bezeichnete im heutigen Plenum den Antrag der SPD, welcher ein klares Bekenntnis des diskriminierungsfreien Rechts behinderter Menschen auf Bildung fordert, als überflüssig. 

Anette Röttger, Bildungspolitikerin der CDU-Landtagsfraktion, bezeichnete im heutigen Plenum den Antrag der SPD, welcher ein klares Bekenntnis des diskriminierungsfreien Rechts behinderter Menschen auf Bildung fordert, als überflüssig.

Die Abgeordnete betonte, dass es keinen berechtigten Grund für den Antrag der SPD gebe, da Herausforderungen der Inklusion richtig eingeschätzt worden seien und man bereits Wert auf die Qualität der Inklusion lege. So habe sich Schleswig-Holstein als eines der ersten Bundesländer um die Inklusion in Schulen gekümmert und gelte nun mit einer Inklusionsquote von rund 70% sogar als Vorreiter.

„Ich bin beeindruckt und dankbar für die vielen Akteure, die sich inzwischen vor Ort um Inklusion in der Schule kümmern. Sie haben multiprofessionelle Teams entwickelt und kümmern sich tagtäglich mit viel Engagement, Geduld und Ausdauer um die bestmögliche Förderung von Kindern und Jugendlichen“, so Röttger.

Zur Verbesserung der Qualität der Inklusion müsse das hohe Tempo bei der Einführung des Inklusionsunterrichtes gemindert werden und statt einer Erhöhung der Inklusionsquote brauche man zunächst bessere Rahmenbedingungen und passgenauere Angebote zur Förderung Kinder und Jugendlicher.

„Mehr Qualität in der Inklusion erfordert mehr Prävention, mehr Platz, mehr Personal und mehr Professionalität. Genau diese Punkte finden sich im Koalitionsvertrag der Jamaika Koalition unter der Überschrift „Inklusion qualitativ stärken“ wieder. Denn inklusive Bildung bleibt weiter ein wichtiges Ziel der Landespolitik“, machte die Abgeordnete deutlich.

Abschließend sprach sich Röttger für eine Ablehnung des Antrags aus.

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