EU-Schuldprogramm ist wichtiger Baustein gegen Fehlernährung

"Ernährungsgewohnheiten werden frühkindlich geprägt und bleiben dann ein Leben lang erhalten. Das EU-Schulprogramm Obst Gemüse und Milch setzt genau hier an und trägt dazu bei, dass Kinder möglichst früh gute Ess- und Ernährungsgewohnheiten entwickeln."


Anette Röttger, CDU-Fraktionsmitglied im Schleswig-Holsteinischen Landtag, äußerte sich heute (21.06.2019) zum Thema „Gesunde Ernährung und Wertschätzung von Lebensmitteln an Schulen voranbringen“:

„Das EU-Schulprogamm Obst, Gemüse und Milch passt in diese Zeit. Das zeigt der vorliegende Bericht mit seinem durchweg positiven Resümee. Die Ergebnisse aus Evaluierung und Monitoring aller am Programm beteiligten Akteure kommen zu dem Ergebnis, dass es gut und richtig war das EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch zum Schuljahr 2017/2018 an Grund- und Förderschulen in Schleswig-Holstein einzuführen.“

Das Programm habe zudem an den jeweiligen Schulen weitere Aktivitäten ausgelöst, die sich mit der Herkunft und Erzeugung von Lebensmitteln und anderen Fragen rund um das Thema „Gesunde Ernährung“ befassen.

Röttger: „Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, dass der Tag zuhause mit einem gemeinsamen Frühstück beginnt. Den Snack kauft man sich unterwegs beim Bäcker oder im Kiosk, und oft genug ist es dann eher ein verpacktes und haltbares Produkt als ein frisches Stück Obst oder Gemüse.“

Ernährungsgewohnheiten würden frühkindlich geprägt und dann ein Leben lang erhalten bleiben. Das EU-Schulprogramm Obst Gemüse und Milch setze genau hier an und trage dazu bei, dass Kinder möglichst früh gute Ess- und Ernährungsgewohnheiten entwickeln würden. Dass dies heute nötiger denn je sei, zeige sich nicht nur an der steigenden Quote übergewichtiger Kinder. Gerade in einer Zeit, in der das Angebot an Lebensmitteln von Tag zu Tag unübersichtlicher geworden sei, viele Menschen unter Bewegungsmangel leiden würden und eine Fehlernährung zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen gehöre, brauche man eine Essschule mit einer Rückbesinnung auf unverarbeitete Lebensmittel.

„Wir begrüßen es sehr, dass weitere Landesmittel zur Verfügung gestellt werden, damit weitere interessierte Schulen in Schleswig-Holstein an diesem EU-Programm teilnehmen können und davon profitieren. Angemerkt sei aber auch, dass der Bedarf mit den derzeit zur Verfügung stehenden Mitteln nicht vollständig erfüllt werden kann. Daher bleibt es auch Aufgabe des Elternhauses zu einer gesunden Ernährungserziehung der Kinder beizutragen“, so Röttger abschließend. 

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